Musiktheater nach dem gleichnamigen Roman von Andrej Platonow
Premiere 27.2.23
Reaktorhalle München





Aus dem Russischen von Gabriele Leupold
Inszenierung & Libretto: Fabiola Kuonen
Komposition & Musikalische Leitung: Marylène Salamin
Bühne: Sanja Halb
Kostüm & Requisite: Amelie Seeger
Dramaturgie: Tilman Giustozzi
Maske: Franziska Rosenbaum, Rebecca Fäh
Puppenbau: Simon Buchegger
Ausstattungsassistenz: Luzia Ehrmann, Julia Rybalka
Licht: Ramona Lehnert
Ton: Christian Späth
Regieassistenz: Franziska Pux
Mentorat: Ludwig Haugk, Kornelius Paede
Ensemble: Jacoba Barber-Rozema, Paul Frey, Max Koltai, Lilith Maxion, Marylène Salamin, David Stancu, Emma Stratmann
Bild: ©Theaterakademie August Everding / Alvise Predieri
Mit aller Kraft müssen Andrej Platonows Figuren die glückliche Zukunft herbeiführen: Im unablässigen Takt elektronischer Musik errichten sie das Haus für eine befreite Menschheit. Doch Sinnkrise, Produktivitätszwang und Vereinzelung untergraben die kommunistische Utopie – bis das Waisenkind Nastja in ihrer Mitte erscheint. Kann es ihnen helfen, die kollektive Depression zu überwinden?
In dieser spartenübergreifenden musiktheatralen Bearbeitung von Platonows Roman verflechten sich heutige Fragen nach Leistung und Fürsorge mit dem historischen Kontext der frühen Sowjetunion. Die Baugrube ist eine melodische Suche nach Hoffnung und Zärtlichkeit zwischen Puppenspiel, Sprechtheater und Oper, denn „der Himmel ist so weit, dass für die Freiheit Freundschaft nötig ist.“
„eine beklemmend-rasante Farce […] Der Sozialismus wird in abgehackten Versen besungen, gepriesen, herbeigefleht – wie eine düstere Parodie auf ein Lehrstück von Bertolt Brecht.“
Kritik im Bayerischen Rundfunk (BR) vom 28.2.25
„Dabei ist es die große Leistung des Konzeptes dieser Bearbeitung der „Baugrube“, dass Form und Inhalt immer ein Ensemble bilden. […] So erlebt man einen ungewöhnlichen, fordernden, aber nie stressenden Abend, der – bei aller inszenatorischen Klarheit – viele Möglichkeiten des Theaters einbringt und ausschöpft und so nachdenken lässt über die so grausam gescheiterte Utopie des Sozialismus.“
Kritik in der Abendzeitung (AZ) vom 28.2.25
„das Setting der Regisseurin und Librettistin Fabiola Kuonen [ist] sehr konsequent und wurde von einem tollen Ensemble auch sinnhaft umgesetzt: Die Regie-Absolventin […] wollte Puppenspiel, Musiktheater und Sprechtheater verbinden, die Grenzen zwischen Sing- und Sprechstimme auflösen, zwingende Bilder entstehen lassen. All dies ist gelungen, auch dank des Bühnenraums.“
Kritik im Donaukurier (DK) vom 1.3.25







