von Caren Jess
Residenztheater München




Inszenierung: Fabiola Kuonen
Bühne: Sarah Schmid
Kostüme: Claudine Walter
Musik: Marylène Salamin
Licht: Gerrit Jurda
Dramaturgische Mitarbeit: Almut Wagner, Lea Maria Unterseer
mit: Nicola Kirsch und Hanna Scheibe
Premiere 7.5.2025
Residenztheater München
Als Ann sie zum ersten Mal sieht, steht Sara – wie an jedem letzten Donnerstag im Monat – auf der Bühne der Bar «Heartship» und sagt mit ihrem furiosen Stand-up-Auftritt dem Patriarchat den Kampf an. Von diesem Moment an ist die rationale Augenärztin und alleinerziehende Mutter fasziniert von Saras unerschrockener Art. Es entwickelt sich zwischen den beiden eine Verbindung, die sich jenseits der Konventionen romantischer Beziehungen oder platonischer Freundschaften bewegt – eine Heartship eben.
Die mehrfach ausgezeichnete Autorin Caren Jeß zeichnet in ihrem neuen Stück ein zärtliches, wütendes, komisches und zugleich tief berührendes Porträt zweier Menschen, die in einer Welt voller Druck, Sexismus und Erwartungen zueinander finden. Regisseurin Fabiola Kuonen verwandelt den Marstall Salon in die «Heartship»-Bar und lädt ein zu einer feministischen Feier der Freiheit und der Liebe in all ihren Formen.
„Heartship ist eine der sehr nahbaren Produktionen, die sich nun im Programm des Residenztheaters finden. Fabiola Kuonen hat den Text von Caren Jeß als eine zarte, mutmachende Freundschafts- und Liebesgeschichte inszeniert. […] Die Intimität, die dem „Marstall Salon“ innewohnt, überträgt sich auf diese kuschelwarme Erzählung. Man meint, Ann und Sara schon einmal begegnet zu sein und jetzt ein wenig in ihr Privatleben zu linsen, in dem es durchaus Probleme gibt, die aber durch diese Verbundenheit lösbarer erscheinen. Für „Heartship“ ist diese Spielstätte ideal, es ist kein Abend, der von krasser Überhöhung oder Ausstattungsopulenz leben muss.“
Kritik in der Süddeutschen Zeitung vom 15.5.25





