SCHLUCHTEN

ZeughausKultur Brig

Regie & Text: Fabiola Kuonen
Dramaturgie & Mitarbeit Text: Sean Keller
Bühne & Kostüm: Albert Frühstück
Musik: Marylène Salamin
Mit: Jacoba Barber-Rozema, Faustine Moret, Anna Stein

©Fotos: Marie Gaillard

Eine Produktion von N:est

gefördert durch:
Lotterie Romande / Ernst Göhner Stiftung / Schweizerische Interpretenstiftung SIS / Fondation Jan Michalski / Kulturkommission Brig-Glis / Kulturkommission Naters / Stadt Winterthur / Groupe Mutuel / Helvetia Versicherungen Generalagentur Oberwallis / Mobiliar

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Die mehrsprachige, spartenübergreifende Bühnenproduktion untersucht Normierungserzählungen und Ausschlussmechanismen hinter Überlieferungen und Sagen, erzählt von verbotener Liebe in den 1960ern, von Schmuggel und Heilkräutern im 18. Jahrhundert, oder von verbotenen Emotionen im Jahr 2080. Entwickelt am Ort ihres Entstehens: zwischen Simplon und Aletsch, wo jede Verfehlung mit Verbannung in den Gletscher endet. 

Die Geister wollen ihre Geschichte erzählen, sich erklären und verstehen – dabei geraten sie in die Auseinandersetzung mit der Welt der Lebenden. Sind sie verantwortlich dafür, dass keine weitere unangepasste Person verflucht wird? Kann man vor Jahrhunderten geschehenes Unrecht noch rächen? Kann ein Geist wieder zurück in die Gesellschaft, von der er verstossen wurde? Das Publikum begegnet jeder Figur anders: durch die Ausdrucksweise einer englisch sprechenden/singenden Opernsängerin, einer französisch sprechenden Tänzerin und einer Schauspielerin, die deutsch spricht. Historische und fiktionale Elemente werden miteinander verwoben, Geschichten von Hexenverbrennungen oder administrativer Versorgung stellen strukturelle Fragen nach dem Verhältnis zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Repression.  

In «SCHLUCHTEN» bringt das junge internationale Team 3 Sprachen, 3 Sparten und 4 Länder zusammen. SCHLUCHTEN ist die erste Produktion von N:est.